Glück und weg!

21. Mai 2016

Glück ist wie ne Fluse
zunächst fluffig – und dann haarig
Man kann es gerad kaum fassen
Und dann fliegt es einfach gar nicht

Vielleicht sogar wie Späne
Sie fallen wenn gehobelt wird
Und manchmal wird es holzig
Wenn man schon den Boden spürt

Hey, los
gib mir doch endlich nen Staubsauger für´s Glück
Ich saug es auf in einem Beutel einfach praktisch – ganz perfekt

Direkt vom Sperrmüll
findet man den großen Schatz
und merkt dann aber schnell
man hat dafür ja gar keinen Platz

Der Kaffeefilter malt die Lage
wieder schwarz wie Nacht
ein bißchen blond und süss dabei
bringt Blinzeln bis man lacht

 

Den vollen Beutel auch erkennen
Müll nicht sammeln – sondern trennen.
Dreck nicht schlucken, prusten, atmen –
Staub aufwirbeln – voll durchstarten.

 

(c) T+M: T.Wiesel, 2013